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Insektenprotein als Alternative für die Hundeernährung?

Es ist bekannt, dass es sich bei Hunden um Semi-Karnivoren handelt. Das bedeutet, dass die Verdauung deines Vierbeiners in erster Linie auf die Verwertung von tierischen Fetten und Proteinen ausgelegt ist. Üblicherweise stammen diese aus Fleisch, wie zum Beispiel Huhn, Rind oder Lamm.

Seit Kurzem bieten einige Hersteller von Hundefutter jedoch eine ungewöhnliche Alternative an und führen in ihrem Sortiment Produkte mit Insektenprotein. Das mag sich im ersten Moment zwar recht merkwürdig anhören, bietet bei näherer Betrachtung allerdings durchaus eine Reihe von Vorteilen.

Ist Hundefutter mit Insektenprotein ein vollwertiger Fleischersatz?

Natürlich dürften sich viele Hundehalter zunächst einmal die Frage stellen, ob sich Insektenprotein überhaupt als Ersatz für herkömmliches Fleisch eignet.

Insekten Hundefutter

Hundefutter aus Insektenprotein verbessert die CO²-Bilanz

Schließlich sollte ein hochwertiges Hundefutter in erster Linie die Gesundheit und Vitalität des Vierbeiners unterstützen und seinen Organismus mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen.

Bei näherer Betrachtung sind Bedenken in dieser Hinsicht allerdings ganz offensichtlich unbegründet, wie die folgenden Fakten zeigen.

Hunde besitzen auch keine anerzogene Abneigung gegen das Essen von Insekten wie mitteleuropäische Menschen.

Aus diesem Grund sollte es bei der Eingewöhnung auf das neue Futter wenig bis keine Probleme geben.

Unser Hund freut sich über alles „Fressbare“, egal aus welchem Tier oder welcher Pflanze es hergestellt wurde.

Insektenprotein überzeugt mit einer guten Verdaulichkeit

Insektenprotein enthält sämtliche Aminosäuren, die für Hunde essentiell sind. Die Verdaulichkeit ist dabei nicht schlechter, als dies zum Beispiel bei Proteinen aus Hühnerfleisch der Fall ist.

Schnupperpaket

 

Zu diesem Ergebnis kamen übrigens auch Untersuchungen, die im Rahmen einer Doktorarbeit an der Universität Hannover durchgeführt wurden.

Hundefutter mit niedrigem Allergiepotential

Darüber hinaus scheint Hundefutter mit Insektenprotein auch eine gut bekömmliche Alternative für Hunde, die unter Futtermittelunverträglichkeiten oder Allergien leiden, zu sein.

Denn da Insekten als Eiweißquelle bislang kaum eine Rolle spielen, haben sie im Unterschied zu vielen Fleischsorten nahezu kein Allergiepotential und sind somit ideal für Hunde die Hypoallergenes Hundefutter benötigen.

Kein Antibiotika bei der Zucht erforderlich

Hinzu kommt, dass für die Zucht der Insektenlarven, die zur Eiweißherstellung dienen, keine Antibiotika benötigt werden. Dementsprechend können auch keine Rückstände davon im Futter enthalten sein, wie dies bei normalem Fleisch aus Massentierhaltung häufig der Fall ist.

Entlastet Insektenprotein die Umwelt?

Davon abgesehen, dass Insektenprotein ganz offensichtlich ein vollwertiger Fleischersatz ist und sich daher bestens für die Ernährung von Hunden eignet, bietet das neuartige Futtermittel auch im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit viele Vorteile.

Umweltschäden durch Massentierhaltung

Die Massentierhaltung zählt längst zu den größten Umweltbelastungen überhaupt. Schon heute werden für die Haltung der Tiere rund drei Viertel aller landwirtschaftlich genutzten Flächen weltweit benötigt.

Hinzu kommt, dass vor allem Rinder riesige Mengen des klimaschädlichen Gases Methan produzieren. Dieser Umstand sorgt dafür, dass die Rinderzucht nicht weniger zum Treibhauseffekt beiträgt, als dies Fabriken und Autos tun.

Berücksichtigt man nun das zu erwartende Wachstum der Weltbevölkerung sowie die Tatsache, dass in bevölkerungsreichen Ländern wie Indien und China der Lebensstandard steigt, ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach Fleisch in den nächsten Jahrzehnten sogar noch deutlich zunimmt.

Dementsprechend werden auch die durch die Produktion verursachten Umweltschäden weiter anwachsen.

Insektenprotein als umweltverträgliche Alternative

Insekten, beziehungsweise das aus ihnen gewonnene Eiweiß könnte hier einen Teil der Lösung darstellen und insbesondere in Tiernahrung dazu beitragen, die Umweltschäden unter Kontrolle zu bekommen.

Das liegt zum einen daran, dass Insekten kein Methan produzieren. Dementsprechend tragen sie auch nicht zum Treibhauseffekt bei. Zudem gelten insbesondere die Larven der Schwarzen Soldatenfliege als besonders genügsam. Sie benötigen weniger Platz, können mit Bioabfällen wie Gemüse gefüttert werden und sind bereits nach rund sechs Tagen bereit für die Weiterverarbeitung.

Im Vergleich zur Proteingewinnung aus Rindfleisch benötigen die Larven der Schwarzen Soldatenfliege nur etwa 10 Prozent der Energie, um die gleiche Menge an Proteinen herzustellen. Hinzu kommt, dass keine großen Flächen für den Anbau von Futtermitteln benötigt werden.

Insgesamt erweisen sich Insekten daher als äußerst umweltverträgliche Proteinquelle, die bedenkenlos in Hundefutter zum Einsatz kommen kann.

Fazit

Wie du siehst, muss ein gut verträgliches Hundefutter nicht zwangsläufig Fleisch enthalten. Insektenprotein erweist sich in der Praxis als ebenso gut verträglich. Es kann vom Organismus deines Vierbeiners hervorragend verdaut werden und stellt zudem sogar eine gute Alternative dar, falls dein Hund unter einer Unverträglichkeit oder einer Futtermittelallergie leiden sollte.

Hinzu kommt, dass die Herstellung von Insektenprotein einen großen Anteil zur Entlastung der Umwelt beitragen kann, was vor allem im Hinblick auf den Klimawandel von Bedeutung ist.

Ein Hersteller, der bereits seit einiger Zeit auf Insekten als Proteinquelle für seine Produkte setzt, ist die Firma Bellfor. Im Sortiment von Bellfor findest du (Anzeige / Danke Bellfor für die Futterprobe) Hundefutter mit Insektenprotein sowie Snacks und verschiedene Nahrungsergänzungen, die ebenfalls auf diese ungewöhnliche Eiweißquelle setzen.

Alle Produkte von Bellfor enthalten ausschließlich natürliche Zutaten, werden besonders schonend hergestellt und zeichnen sich daher durch eine hohe Verträglichkeit aus.

Es gibt aber auch essbare Insekten für Menschen, die seit 2018 auch in Deutschland verkauft werden dürfen, eine wirklich CO² neutralere Ernährung. Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg

Hundefutter hypoallergen